Ulrich
Welte

FARBEN IN DER HOMÖOPATHIE
11.02.2024


Repertorium der Farb-Zuordnungen zu den Farb-Codes der Farb-Tafel von Ulrich Welte.
Die Farb-Codes können beliebig eingegeben werden, z.B.: C11, c11, 11C oder 11c.


Die Farbvorliebe als homöopathisches Symptom - Vorwort zur 3. Auflage

Die stetige Weiterentwicklung der homöopathischen Farbdiagnostik erfüllt mich mit großer Freude.
Das Farbenbuch ist inzwischen bereits in fünf Sprachen erhältlich.
Die Farbvorlieben (und -abneigungen) sind im Lauf der Jahre zu einem wertvollen zusätzlichen Symptom unserer homöopathischen Materia Medica geworden.
Das Farbrepertorium wird weltweit mit Erfolg eingesetzt und unabhängig von verschiedenen Schulen und Richtungen als zusätzliche Information zur Mittelwahl herangezogen.
Ein Jahr nach Erscheinen der 2. Auflage wird nun schon eine dritte erforderlich.
Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um weitere entscheidende Verbesserungen vorzunehmen.
Die Farbtafeln sind nun als separates Werkzeug in 24 definierten Reinfarben neu gedruckt worden.
Man muss zur Farbwahl nicht mehr das ganze Textbuch vorlegen und kann die gesamten Farbtafeln ausklappen, ohne wie bisher beim Vergleich blättern zu müssen.
Auf der Rückseite der Farbtafeln finden wir zusätzliche Übersichtstafeln, die die Farbwahl vereinfachen.
Dazu gehört die kleine Übersicht aller Farben auf einer einzigen Seite und daneben die Schwarz-Weiß-Skala mit den neuen Farben Silber und Gold.
Die Edelsteinskala ist nach warmen und kühlen Farben in zwei Hauptgruppen unterteilt.
Damit lässt sich auf einen Blick erkennen, ob die warmen Farben auf der linken Seite von 1-12 (gelb-orangerot) oder die kühlen auf der rechten Seite von 13-24 (violett-blau-grün) bevorzugt werden.
Die Steinskala dient also nicht zur Bestimmung einer einzelnen Farbe, sondern von Farbgruppen.
Auch die kleine Farbübersicht verwendet man am besten zur groben Einschätzung einer oder zweier Gruppen von bevorzugten Farben, obwohl diese Tabelle auch schon direkt zu einem einzelnen Farbfeld führen kann.
Man beginnt am besten mit einer dieser Übersichtstafeln, engt die Farbwahl allmählich auf einzelne Areale ein und geht erst dann auf der Haupttafel ins Detail, bis man idealerweise auf einem einzigen Farbfeld für jede Gruppe landet.
Diese Farbfelder vergleicht man dann in direkter Gegenüberstellung und bestimmt daraus die Hauptfarbe.
Auch die Nachbarfelder der Hauptfarbe (+- ein Feld) sind manchmal nützlich, wenn auch in geringerem Grad.
Oft ist die Zweitfarbe wichtig und stellt sich später als Hauptfarbe heraus.
Man sollte also nicht zu eng mit den Farben umgehen.
Andererseits wird auch derjenige, der meint, keine eindeutige Vorliebe zu haben, mit dieser Methode oft zu einer Entscheidung kommen.
Durch die internationale Zusammenarbeit kompetenter Homöopathen ist die Zahl der farbdefinierten Mittel erneut gewachsen.
H.V. Müller hinterließ uns im Jahr 2000 einen Grundstock von 460 Mitteln, der inzwischen auf ca. 1100 angewachsen ist, zweimal so viele wie zur Zeit der ersten Auflage des Farbenbuchs.
Sehr erfreulich ist die hohe Zahl unabhängiger Bestätigungen der Farbdefinition.
Viele Homöopathen berichten, dass sie durch das Farbsymptom zur erfolgreichen Verordnung "kleiner" Mittel angeregt wurden, an die sie sonst nicht gedacht hätten.
Durch diese Beiträge konnten auch einige Änderungen oder Ergänzungen bisheriger Farbzuordnungen vorgenommen werden.

Ulrich Welte, im August 2009